Wenn der Ernstfall eintritt…

Wenn der Ernstfall eintritt…

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein

Tod und Trauer in der Schule begegnen

Mit zwei Veranstaltungen widmeten wir uns diesem herausfordernden Thema. Bei einem Besuch in der TrauBe am 8. September lernten wir eine, aus Köln nicht mehr wegzudenkende, Einrichtung kennen. Der Verein TrauBe e.V. bietet trauernden jungen Menschen und ihren Angehörigen Begleitung und Unterstützung durch qualifizierte Trauerbegleiter an. In den schönen Räumen in der Aachener Straße stellten einige Mitarbeiter des Vereins ihre Philosophie und die verschiedenen Arbeitsbereiche vor. Wenn der Ernstfall in der Schule eintritt, ist die TrauBe eine wichtige Kontaktadresse auch für uns Lehrerinnen und Lehrer, zur Weiterempfehlung an betroffene SchülerInnen und Eltern, aber auch, um sich selbst über Trauerprozesse zu informieren. Die TrauBe stellt sich gerne auch an Ihrer Schule vor. Auf der Homepage https://traube-koeln.de finden Sie viele hilfreiche Informationen und Anregungen.

Zu Gast in unserem Haus war am 22. September Hülya Ceylan, eine muslimische Notfallbegleiterin. In einer Veranstaltung mit ihr im letzten Jahr war der Wunsch entstanden, einen Notfallkoffer für die Schule zu packen, der auch muslimischen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, Abschied zu gestalten und Trauer zum Ausdruck zu bringen. Ute Korf, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der TrauBe und als Pfarrerin an einem Gymnasium tätig, hat einen solchen Koffer bereits gepackt. Gemeinsam überlegten wir in unserer Fortbildung, welche Gegenstände oder Texte für den Ernstfall hilfreich sind, welche Rituale sich gestalten lassen und welche Zugänge dabei auch für Muslime angemessen sind. Zum Schluss fanden einige neue Schätze Eingang in den Koffer: Eine muslimische Gebetskette (99 Namen Gottes), ein Schutzvers und die El Fatiah aus dem Koran, sowie einige arabische Kalligraphien. Auch der Satz, den sich Muslime in Trauer zusprechen darf nicht fehlen: Wir kommen von Gott und wir kehren zu Gott zurück.

An diesem Thema wollen wir weiter arbeiten.
In der Kooperation mit der TrauBe wird es auch im nächsten Halbjahr ein Fortbildungsangebot geben.