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Erinnerungskultur(en) – aktuelle Heraus-forderungen und neue Möglichkeiten

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Mit einer dreiteilige Online-Seminar-Reihe greifen wir erneut das Thema Erinnerungskultur(en) auf. Dazu haben wir Referent:innen eingeladen, die aus ihren jeweiligen Einrichtungen – Arolsen Archives, Zeche Zollverein/Zweitzeugen e.V. und Yad Vashem – neue Wege und Perspektiven der Erinnerungskultur vorstellen. Ergänzend verweisen wir zudem auf das Projekt #Stolen Memory, das in einem Ausstellungscontainer bis zum 24. November in der Schildergasse an der Antoniter City Kirche besucht werden kann. Und auf die Gedenkstunde am 9. November 2026, 11 Uhr, am Löwenbrunnen/ Lern- und Gedenkort Jawne (www.jawne.de)

Erinnerungskultur(en) I: HOLO-VOICES – digitale Begegnung mit Zeitzeug:innen
Dienstag, 10. November 2026, 18:30 – 20:00 Uhr

Grundlage der Ausstellung HOLO-VOICES, seit Januar 2027 im UNESCO-Welterbe Zollverein zu sehen, sind lange Interviews mit Zeitzeug:innen des Holocausts. Mithilfe moderner Hologramm- und KI-Technologie bietet das Projekt einen Ansatz, Zeitzeug:innen heute und auch in Zukunft erleb- und befragbar zu machen. An diesem Abend wird uns Ariane Olek von ZWEITZEUGEN e.V. die Arbeit des Vereins und insbesondere die Bildungsarbeit in HOLO-VOICES vorstellen. Wir erhalten Hintergrundinformationen zur Entstehung dieser Form der Zeitzeug:innen-Begegnung und Einblicke in das, was vor Ort erlebt werden kann. Frau Olek berichtet auch von Erfahrungen mit Schüler:innengruppen und stellt Angebote für Schulen vor. Zudem haben wir Zeit, Chancen und Herausforderungen dieser Form der Erinnerungskultur zu diskutieren. Dieses Seminar findet in Kooperation mit dem Schulreferat Bonn statt.

Referentin: Ariane Olek, Bereichsleitung Ausstellungen bei ZWEITZEUGEN e.V.

Erinnerungskultur(en) II – Arolsen Archives
Dienstag, 17. November 2026, 16:30 – 18:00 Uhr

Die Arolsen Archives sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. An diesem Nachmittag bekommen wir Einblicke in die Bildungsmöglichkeiten für Schüler:innen, u.a Einblicke in das Ausmaß und den Umgang mit KI Fake Bildern zur Shoah. Ferner stellen Mitarbeiter:innen der Bildungsabteilung Projekte vor, an denen sich Schüler:innen aktiv beteiligen können.

Referent:in u.a. Gina Wiedemann, Public Relations Arolsen Archives

Erinnerungskultur(en) III – Yad Vashem: Reflexionen zur Befreiung und zum Leben nach dem Krieg
Dienstag, 1. Dezember 2026, 16:30 – 18:45 Uhr

Um ein besseres Verständnis für die Auswirkungen der Shoah zu gewinnen, bedarf es nicht nur einer Auseinandersetzung mit der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten, sondern auch eines Blicks auf das jüdische Leben vor dem Zweiten Weltkrieg sowie auf die Folgen der Shoah für die Welt im Allgemeinen und für die Überlebenden im Besonderen. Anlässlich des 80. Jahrestages der Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands entwickelte das Team der Internationalen Bildungsabteilung von Yad Vashem im vergangenen Jahr den Film ‚„Es war Erleichterung, nicht Freude“ – Jüdische Perspektiven auf die Befreiung und das Kriegsende‘. Darin schildern sechs Überlebende ihre Erfahrungen der Befreiung sowie ihre Perspektiven auf das Leben nach dem Krieg. Sie stammen aus unterschiedlichen Orten und haben sich nach dem Krieg in verschiedenen Ländern ein neues Leben aufgebaut.

Gemeinsam wollen wir den 25-minütigen Film ansehen und eine dazugehörige Unterrichtseinheit bearbeiten. Dabei lernen wir zentrale pädagogische Prinzipien von Yad Vashem kennen und reflektieren deren Bedeutung für die Vermittlung der Geschichte der Shoah im Unterricht.

Referent:
Julian Tsapir, International School for Holocaust Studies/German Department, Yad Vashem

Wir laden Sie herzlich ein, diese Angebote zu nutzen!
Anmeldung unter 0221 – 3382 278 und 274 sowie über www.reli-koeln.de/anmeldung